ÜBEN FÜR DEN ERNSTFALL

Kameraden der Bergwacht nutzen einsatzfreie Stunden!

Auch wenn es gerade nicht den Anschein macht, dennoch neigt sich der Winter langsam dem Ende entgegen.
Am letzten Wochenende konnte man das schon an deutliche geringeren Besucherzahlen im Skigebiet merken. Auch das Einsatzaufkommen für die diensthabenden Kameraden war recht überschaubar. Speziell an diesen Tagen versuchen wir die Zeit bestmöglich zu nutzen, um uns weiterzubilden.
Konkret haben wir uns mit der Assistenz von Notarzt und Rettungsdienst beschäftigt. Dabei stand das Vorbereiten und Anreichen von Medikamenten genauso wie die Assistenz beim Legen eines peripher venösen Zuganges im Mittelpunkt. Anschließend wurden alle Elemente in einem praktischen Fallbeispiel zusammengeführt. Schwerpunktmäßig wurde dabei erneut die Reanimation mit AED- Anwendung trainiert.


Unmittelbar im Anschluss sollten wir in beeindruckender Weise erfahren, wie nah Übung und Realität beieinander liegen können.
An der Bergrettungswache ging direkt ein Notruf ein, der uns zu einer vermutlich bewusstlosen Person im Bereich des 4er-Sesselliftes, Talstation alarmierte.
Vor den Augen eines Liftmitarbeiters ist ein Gast kollabiert. Ein zufällig anwesender Rettungsassistent begann sofort mit der Herzdruckmassage! Die Maßnahmen wurden durch die Kameraden der Bergwacht fortgeführt und intensiviert. Unverzüglich kam der AED zum Einsatz. Dieser gab zwei Defibrillationen frei!
Ein herbeigeeilter Arzt unterstützte die Kameraden der Bergwacht bis zum Eintreffen des alarmierten Notarztes und Rettungsdienstes. Dabei zeigte sich die Notwendigkeit solcher vorangegangener Übungen eindrucksvoll!
Der Patient wurde anschließend an eine Rettungswagenbesatzung der Johanniter Unfallhilfe übergeben. Die Einsatzkräfte der Bergwacht unterstützten diese im weiteren Verlauf tatkräftig.
Bis zum Eintreffen des angeforderten Kriseninterventionsteams aus Annaberg wurde die Lebensgefährtin des Patienten stetig durch eine Kameradin der Bergwacht betreut.
Der alarmierte Rettungshubschrauber „Christoph 46“ konnte aufgrund starken Schneefalles in Zwickau nicht zum Einsatz kommen. So wurde auf einen bodengebundenen Notarzt zurückgegriffen.
Für die Kameraden der Bergwacht Oberwiesenthal war dies bereits die dritte Reanimation in der laufenden Wintersaison.

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