Ausrüstung & Technik

Die Bergwacht Oberwiesenthal ist ausgerüstet, um das ganze Jahr über, egal ob Sommer oder Winter, verunglückten Menschen im Mittelgebirge Hilfe leisten können.

Auf dieser Seite stellen wir unsere Ausrüstung vor.

Fahrzeug: VW-T5 Syncro, 136 PS, 100 KW, Geländefahrzeug

Standardausrüstung:
Trage mit Tragetisch; Tragestuhl; Vakuummatratze; Vakuumschienen; Schaufeltrage; 2x Kletterrucksack; 1x Arztrucksack; 1x Funksprechanlage mit Funkmeldesystem

 

Quad – ATV (All Terrain Vehicle): Bombardier – Outlander 800, 4x 4, 65 PS, mit Kettensatz

Für die verbesserte Einsatzfähigkeit des Fahrzeuges wurden in Eigenleistung einige zusätzliche Anbauten (Halterung f. Signalanlage und Blaulicht) sowie ein Koffersystem installiert.

Standartausrüstung: medizinische Ausrüstung (Schienen; Arztrucksack)

 

Motorschlitten: 2 Stück vom Modell Lynx Yeti 800, Viertaktmotor, Skihalterung, Heckbremse, Blaulicht und Signalanlage

Standardausrüstung:Schneeschaufel; Suchscheinwerfer; 25m Bergseil; Medizinische Ausrüstung (Schienen, Arztrucksack, Verbandsmaterial, Sauerstoff u.v.m.)Fjellpulken: Standardausrüstung:Bergesack; Wärmedecken; VakuummatratzeSeit ca. 5 Jahren verwenden wir zum Transport liegender Patienten standardmäßig einen speziell für Bergrettungseinsätze konzipierten Fjellpulken. In dem aus Skandinavien stammenden Rettungsschlitten, der sowohl von Hand als auch am Motorschlitten hängend gefahren werden kann, sind die Patienten besser vor Wind und Wetter geschützt. Somit eignet sich dieser besser für lange Wegstrecken.Ein weiteres Rettungsgerät in der organisierten Bergrettung ist der ursprünglich aus Lappland stammende Ackja.Hierbei handelt es sich um eine “Metallwanne” mit 4 Holmen die von 2 Personen gefahren wird. Durch eine am Vorderteil angebrachte Bremskette ist der Ackja von geübten Helfern auch im steilsten Skigelände sicher zu handhaben.Wichtig ist, dass der Ackja nur mit zusätzlicher Sicherungsleine, die der vordere Fahrer um den Oberkörper legt, gefahren wird. So kann im Falle eines Sturzes eine “Freifahrt” des Ackjas verhindert werden!

Die Bereitschaft Oberwiesenthal verfügt über 2 Ackjas die ebenfalls standardmäßig mit Bergesack, Vakuumschienen, Vakuummatratze und Decken ausgerüstet sind.

Um Personen aus steilem Gelände, Felswänden etc. liegend abtransportieren zu können, kommt die Korbtrage zum Einsatz. Bestückung der Korbtrage: 

  • 4 Stück Ovalkarabiner mit Bandschlinge 30 cm
  • 2 Stück Statikseilschlinge, kurz
  • 1 Stück Bergesack (ohne Decken) mit:
  • 1 Stück Vakuummatratze (schmal) mit Absaugpumpe
  • 1 Stück Schutzhelm für Patient
  • 1 Stück Schutzbrille
  • Rettungswindel mit Selbstsicherungsschlinge
  • 1 Stück Brustgurt
  • 1 Stück Vollseilschlinge, 5 m
  • 1 Stück Fußbrett
  • 2 Stück Materialkarabiner

Wir können auf ein Modell der Firma Medida zurückgreifen. Dieses Gerät ist teilbar und lässt sich somit besser verstauen und transportieren.

Vakuumschienen: Diese Schienen bestehen aus einer flexiblen und luftdichten Kunststoffhülle, die etwa zur Hälfte mit Hartschaumkügelchen gefüllt ist. Mit Hilfe einer Vakuumpumpe lässt sich die in der Schiene befindliche Luft absaugen. Dadurch verhärtet sich die Schiene und die betroffene Extremität wird ruhig gestellt.

Vakuummatratze: Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Schienen. Der gesamte Körper kann so immobilisiert werden. Die Vakuummatratze findet häufig Anwendung bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen sowie bei Oberschenkelfrakturen u.v.m.

Schaufeltrage: Diese Trage ist eine Leichtmetallkonstruktion die zur Unterbringung platzsparend zusammengelegt werden kann. Sie findet oftmals Anwendung bei Patienten mit Wirbelsäulen- und Beckenverletzungen, wo es wichtig ist, weitere Bewegungen zu unterbinden. Mit Hilfe der Schaufeltrage ist es möglich einen Verletzten schonend auf eine Vakuummatratze umzulagern.

HWS- Immobilisator: Wir arbeiten mit Modellen der Firma Stifneck. Der Stifneckkragen ermöglicht eine optimale Ruhigstellung der Halswirbelsäule in der Neutralposition.

Arztkoffer: Die Arztkoffer werden von uns auf dem T5 und den Motorschlitten mitgeführt. So haben wir bei schwerverletzten Personen, wo ein Arzt hinzugezogen wird, die nötige Ausrüstung (z.B. Intubationsset, Infusionen und Notfallmedikamente) vor Ort.

Automatischer Externer Defibrillator (AED): Das ist ein Gerät, dass mittels Audio-Aufforderung und Grafikanzeigen den Bediener durch die einzelnen Schritte einer Herz-Lungen-Wiederbelebung oder einer Defibrillation führt. Es analysiert den Rhythmus des Herzens und leitet selbständig die entsprechenden Maßnahmen ein.